Bei der Aromatherapie werden ätherischen Öle (Essenzen der Pflanzen) für die Heilbehandlung eingesetzt. Ziel der Aromatherapie ist es, körperlichen und seelischen Störungen vorzubeugen, oder sie zu lindern.
Aromatherapie ist heilen mit Düften, die ätherischen Öle werden gezielt zur Förderung der Gesundheit eingesetzt.
Um dies zu erreichen ist detailliertes Wissen über die verschiedenen ätherischen Öle und deren Wirkung unbedingte Voraussetzung.
Den Duftstoffen werden seit den Anfängen der menschlichen Kultur besondere Eigenschaften nachgesagt. Das Heilen mit Düften gibt es seit 5000 vor Christus, man glaubte ebenso an die magische Wirkung von Düften und Gerüchen. Diesen Glauben fand man auch in der Religion, Medizin und Alchemie wieder.
„Ein Gott verströme stets einen angenehmen Duft, während Dämonen aufs schrecklichste stänken“. (Skriptum von Ingrid Karner)
Aromatherapie ist eine der mildesten und gleichzeitig vielseitigsten Heilkünste der Welt. Es werden nur die reinen ätherischen Öle von therapeutisch wirksamen Pflanzen gezielt zur Förderung der Gesundheit eingesetzt.
Die Aromatherapie ist eine besondere Form der Kräuterheilkunde und wird bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt um diese zu lindern.
Geruchseindrücke prägen Neugeborene, beeinflussen Kranke und begleiten Sterbende. In allen Bereichen des Lebens ist uns die Aromatherapie sehr nützlich, wenn wir verstehen sie richtig anzuwenden.
Die ätherischen Öle werden aus den Blättern, Blüten, Samen, Früchten, Zweigen und Wurzeln von Pflanzen gewonnen.

Obwohl die Aromatherapie auf eine lange Geschichte zurückblickt, taucht der Begriff als solcher erst zu Beginn des vorigen Jahrhunderts auf, als der französische Chemiker René - Maurice Gattefossé, der sich eine Brandwunde zugezogen hatte, die schmerzende Hand in einen mit Lavendelöl gefüllten Krug tauchte. Die rasche Heilung der Hand veranlasste ihn, die ätherischen Öle auf ihren Nutzen für den Menschen zu erforschen.
Große Pionierarbeit leisteten auch Jean Valnet und Marguerite Maury.
Jean Valnet (1920- 1995) erlangte sein Wissen über die medizinischen Wirkungsweisen der ätherischen Öle von Gattefossé. Er hatte sich schon sehr früh dazu entschlossen Arzt zu werden und Pflanzen therapeutisch einzusetzen.
1945 wurde er Armeearzt. 1946-1952 pflegte er im Indochinakrieg als Chirurg die Verwundeten mit ätherischen Ölen und hatte damit anerkennenswerte Heilungserfolge, wofür er 1954 die Medaille für Wissenschaftliche Arbeiten erhielt.
Marguerite Maury (geb. König, 1885 – 1968) war schon als chirurgische Assistentin begeistert von den duftenden Ölen, sie ließ sich von Gattefossé unterrichten. Anschließend forschte sie mit ihrem Mann, Dr. Maury (homöop. Arzt) und schrieb mit ihm gemeinsam Bücher.
Sie versuchten nachzuweisen, wie ätherische Öle auf das Nervensystem wirken. Das Wissen über die gesundheitlichen und Schönheits fördernden Eigenschaften der Öle gab sie in ganz Europa in ihren Seminaren weiter.
Sie eröffnete in Paris, in der Schweiz und in Großbritannien Aromatherapie- Kliniken.
Quelle:
(Eliane Zimmermann - Aromatherapie, Ingeborg Stadelmann- Bewährte Aromamischungen, Aromatherapie- Skriptum Ingrid Karner und Lexikon der Aromatherapie)
